Absagen, Absagen, Absagen…

So, wie überall, hagelt es auch bei Leinenlos Absagen.

Was stecken wir im Moment in einer chaotischen Zeit! Habe ich mich eben mit den letzten Absagen und Einschränkungen abgefunden, prallt im nächsten Moment die wieder etwas Neues auf mich und uns alle ein. Ehe wir uns versehen haben, ist alles anders, wie wir uns das je hätten vorstellen können. Das ganze Geschehen rund um das Gesundheitswesen in unserem Land, all die Maßnahmen und damit verbundenen Einschränkungen, sind selbstverständlich notwendig und können einen schon mal in Sorge versetzen. Doch versuchen wir, das beste daraus zu machen und den Kopf nicht zu sehr in den Sand zu stecken.

Die Natur erwacht gerade und zieht nach den langen trüben Wochen ein Frühlingskleid an. Wir haben die ersten schönen Sonnen-Tage hinter uns. Ich genieße es unendlich, Pflänzchen vorzuziehen und im Garten alles Neu-Gesprießte zu begrüßen. Schreibt mir doch mal, ob ihr euch auch so auf das Erwachen der Natur freut, wie ich.

Zur kleinen Aufmunterung schicke ich euch ein paar Fotos von Leinenkreationen, die ich in den letzten Wochen gemacht habe und euch nun leider nur auf diesem Weg präsentieren kann.

Falls ihr euer Heim gerne neu dekorieren möchtet und euch der passende Läufer, Lichtbeutel… fehlt, schreibt mir oder ruft mich an. Gerne bedrucke ich für euch nach euren Vorstellung und schicke euch die Bestellungen dann zu.

Nun wünsche ich euch alles Gute und gutes Durchhalten in der nächsten Zeit, vor allem gute Gesundheit!

PS. Meine Oma hat immer gesagt: “Ken Sach su schlecht, da net noch eppes Gods dabei rauskennt” (Es gibt eine Sache, die so schlecht ist, dass nicht noch etwas Gutes daraus entsteht)

10 Jahre Leinenlos

Eigentlich wollte ich mit euch allen am Bedamarkt in Bitburg 10 Jahre Leinenlos feiern.

Eigentlich…

aber der Bedamarkt ist “aufgrund der aktuellen Entwicklung im Gesundheitsbereich (Covid19-Verbreitung)” abgesagt.

Schade!

Ich hatte mir viele Gedanken gemacht, was zu diesem Geburtstag passen könnte. Jedem von euch wollte ich Flachs-Samen schenken, damit ihr im Garten oder in einem Topf das Wachsen und Blühen beobachten könnt.

Aber durch einen “Corona-Virus” lassen wir uns die Laune nicht verderben. Der “Geburtstag” ist vorbereitet und, wie ihr meinem Terminkalender entnehmen könnt, gibt es im Frühjahr noch einige Gelegenheiten, Leinenlos zu treffen. Macht mit, und sät Flachssamen in eure Gärten und schickt mir ein Foto davon. Unter allen Einsendern verlose ich schöne Preise. Nähere Informationen könnt ihr hier entnehmen:

Ich freue mich auf eure Einsendungen!

Rosa B.

Schon im letzten Beitrag habe ich euch berichtet, wieviele Emotionen an einem alten Stück Leinen hängen können. Jetzt habe ich den Auftrag für die Bearbeitung eines ganz besonderen Stück Leinens bekommen.

Gabriele Bußmann hat die Lebensgeschichte ihrer Großmutter aufgearbeitet, die in der Familie immer totgeschwiegen wurde. Die Großmutter – Rosa B. – wird 1932 in die Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster eingeliefert, wo sie 1946 an Auszehrung starb. Nach diesen Recherchen hat Rosa Tritschler ein sehr emotionales Theaterstück mit dem Titel “Rosa B. – beinah vergessen” geschrieben, dass von der Gruppe WeibsBilder am 21. September im Chawwerusch uraufgeführt wurde. Weitere Informationen hierzu könnt ihr über diesen Link bekommen.

Um den Darstellerinnen des Theaterstücks ein besonderes “Dankeschön” zu überreichen, ist Frau Bußmann mit einem alten Stück Leinen der Großmutter zu mir gekommen und gemeinsam haben wir nach einer Idee gesucht, dieses Laken aufzuteilen und mit einem Motiv passend zum Theaterstück zu gestalten. Hier zeige ich euch, was daraus entstanden ist:

Solltet auch ihr ein besonderes Stück Leinen haben, dass ihr gerne “teilen” möchtet, meldet euch bei mir und wir schauen gemeinsam, wie eure Vorstellungen verwirklicht werden können.

Familien-Leinen

Am Familien-Leinen hängen viele Emotionen. Es ist ein besonderes Erbstück – oftmals mit dem Hinweis übergeben worden, es in Ehren zu halten. Die Vorfahren haben monatelang in mühevoller Arbeit diesen besonderen Stoff hergestellt. Stolz wurden die fertigen Laken mit Spitzen, Sickereien und einem Monogramm versehen.

Gerade das Monogramm erinnert uns heute an die Hersteller des Leintuches und wir haben einen besonderen Bezug zu eben diesem Stück Leinen. Auch mir geht es so, egal ob ich die Personen gekannt habe, oder nicht. Jedes Monogramm schaue ich mir an, fahre es mit meinen Fingern nach und denke an Leute früherer Generationen.

In letzter Zeit werde ich häufig gefragt, ob ich das Monogramm nicht erhalten oder einarbeiten kann. Natürlich ist das möglich. Entweder ist es „günstig“ gestickt und es kann genau wie es ist, in einer Decke „umarbeitet“ werden.

Falls dies aber nicht der Fall ist, kann das Monogramm ausgeschnitten und dann auf der neuen Decke appliziert werden.

Sprecht mich gerne an, wenn ihr ein altes Erinnerungsstück umwandeln wollt.